Unser Haus als Modell im Maßstab 1:25

Nach der Erstellung des virtuellen 3D Modells folgte die Überlegung ein reales 3D Modell zu erstellen. Warum? – Ein reales Modell ermöglicht einem doch das ein oder andere gedanklich einfacher durchzuspielen und beim Bau des eigenen 1:25 Hauses fällt einem vielleicht noch eine Ungereimtheit auf. Vielleicht ist es auch nur die Vorfreude, die zur Bewältigung dieses Arbeitsaufwandes führt. Nachfolgend möchte ich kurz erläutern, wie man ein solches Modell bauen kann. Da ich keine vergleichbare Anleitung im Internet gefunden habe, hilft es vielleicht dem ein oder anderen beim Bau eines günstigen, aber dennoch schicken Modells.

 

Vorbereitungen

Wie geht man am Besten an die Sache ran?

Zunächst einmal muss man sich für einen Maßstab entscheiden. Dazu nimmt man seinen Grundriss oder seine Grundstücksdaten zur Hand. Gängige Modellgrößen wären beispielsweise: 1:10, 1:25, 1:33, 1:50, 1:75

Man sollte also die Umrisse des Hauses mal in den gängigen Maßstäben ausrechnen und seine Wunschgröße wählen. Wenn das Haus zum Beispiel real 11m lang und 9m breit ist, wäre das im Maßstab 1:25 übersetzt: 11m / 25 * 100 = 44cm in der Länge und 9m / 25 * 100 = 36cm in der Breite. Dieser Maßstab ergibt natürlich auch ein sehr großes Modell, allerdings sind dann auch Details einfacher möglich. Beispielsweise kann bei großen Maßstäben auch die Wandstärke einfacher berücksichtigt werden. Eine Außenwandstärke von 36cm wäre übersetzt in 1:25 dann ca. 14mm und eine Innenwandstärke von 10cm wäre übersetzt in 1:25 dann 4mm.

Ich wollte auch die Innereien des Hauses maßstabsgetreu nachbilden und habe mich daher für den doch recht großen Maßstab von 1:25 entschieden. Außerdem gäbe es dafür auch Figuren und Objekte aus dem Eisenbahnmodellbau (Spur G). Natürlich gibt es auch andere Modellbahn-Maßstäbe. Der Maßstab ist also gesetzt!

=> Maßstab: 1:25

 

Welche Materialien kommen zum Einsatz?

Grundsätzlich gibt es dafür kein richtig oder falsch. Wenn man noch passende Materialien herumliegen hat, kann man diese natürlich zum Nulltarif nutzen: Holz, alte Möbel oder nur Teile davon, Pappkarton, usw. – Ich bin mal in den Baumarkt gefahren mit einem Zettel, auf dem die Maße 1:25 standen. Grob zusammengerechnet ergaben sich ein paar Quadratmeter, die ich als Material verarbeiten musste. Bei einem so großen Modell wollte ich auf Pappkarton verzichten und das ganze doch etwas stabiler bauen. Ein leichtes Holz wie Pappel oder Balsa war also zunächst meine Idee. Nun ist Balsaholz zwar im Modellbau sehr beliebt, allerdings auch nicht gerade günstig! Letztlich habe ich mich für eine günstige einseitig weiß beschichtete Holzfaserplatte entschieden (MDF oder HDF). Diese habe ich dann für alle Wände doppelt ausgesägt und die nicht beschichteten Seiten mit Verschnittresten zusammengeklebt. Dies hatte den Vorteil, dass ich die verschiedenen Wandstärken dadurch problemlos herstellen konnte. Dadurch ist man also sehr flexibel, ich hatte mich für 3mm Stärke entschieden. Durch das Zusammenkleben der Platten konnte ich sehr einfach Wandstärken von 3mm, 6mm, 9mm, 12mm, 15mm, usw. herstellen. Außerdem hatte ich bei dicken Wänden nur kleine Reststücke zum Zusammenkleben verwendet, was natürlich dem Gewicht des Modells sehr entgegen kommt. Das Kleben übernahm bei mir einfacher Montagekleber von Pattex.

=> Materialien: Holzfasterplatten (einseitig weiß beschichtet), Montagekleber

 

Welches Zubehör wird benötigt?

=> Metermaß, Schere, Stichsäge, Montagekleber, …
Dem Ausbau des Modells steht eigentlich nur der Arbeitsaufwand, die Kreativität und die Kosten im Wege. Das Grundmodell benötigt nicht wirklich viel. Die weiteren Ausbaumöglichkeiten werde ich hier nach und nach im Blog veröffentlichen und kurz beschreiben.

 

Die Planung

Was kam für die Planung zum Einsatz? Bei einem Informatiker doch sicher CAD Software und komplizierte Excel Berechnungen? – Eigentlich nur Zettel und Stift! Man sollte nicht auf den letzten Millimeter achten und die Berechnungen nur grob vornehmen, gerne kann man auch hier und da mal aufrunden. Die Proportionen sind am Ende entscheidend. Bei einem großen Modell sollte man es sich etwas einfacher machen.

Zunächst sollte man aus dem 1:100 Plan des Bauträgers die wichtigsten Maße „übersetzen“ und in 1:25 umrechnen und grob aufzeichnen. Damit hat man schon die Planung für die Schreinerarbeiten.

Modellbau

 

Das „fertige“ Modell

Nun endlich das Ergebnis der Modellversion 1.0
Jedes Stockwerk ist separat gebaut und kann somit separat betrachtet und aus dem Modell herausgenommen werden. Für die Gestaltung kam ein einfacher Drucker zum Einsatz, der die Dachziegel und Dachbegrünung auf Papier brachte.

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